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Vereinsgeschichte :

133 R.I.F.

 

Als wir im Jahre 1987 die Kasematte von Wittring, Teil der Maginot Linie, erwarben , befand  sie sich in einem katastrophalen Zustand!!! Ein Zutritt war in normaler Vorstellung unmöglich : es war kein Eingang mehr vorhanden, vor uns klaffte ein riesiges Loch  (Sprengung oder Treffer???!!!).

Nur mit einem vor Ort gefundenen beschädigten Sprungrahmen mit Leiter und verschiedenen undefinier baren Teilen (!!??) war ein  abenteuerlicher und lebensgefährlicher Versuch, die Kasematte zu betreten, möglich! Weit  sind wir nicht gekommen, alles war voller Müll. Wir waren fast verzweifelt und wollten  resignieren.

Nachdem wir den Müll sortiert und entsorgt hatten (12 LKW - Ladungen), konnten wir uns ein Bild der Kasematte machen: viel zu tun und viel zu rätseln, aber eine sich lohnende  Herausforderung! Zuerst sollten wir aber einen richtigen Zugangsweg zur Kasematte bekommen, da alles in den letzten 30 – 40 Jahren verwildert und zugewuchert war, haben wir erstmals mit Hilfe einer  Planierraupe einen Weg angelegt. Somit konnten wir auch mit unseren Fahrzeugen direkt an die Kasematte fahren.

 

Damit wir die Kasematte wieder „auf normalen Wege“ betreten konnten, mussten wir viel Fantasie, gute Fachberatung, viel Mut, 14 m³ Beton und  ca. eine Tonne Armierungs eisen  investieren. Das Resultat lässt sich gerne ansehen!  Nach diesem ersten erfolgreichen  Unternehmen, konnten wir getrost und gestärkt weitermachen. Bei einem Zufallstreffen in der Nähe unserer Anlage lernten wir einen sehr sympathischen  Bunkervereinsvorsitzenden aus der Umgebung kennen (Mr. Joseph Koch), der uns mit Tipps und Ratschläge sehr für die Wiederinstandsetzung zur Hilfe kam. Ihm sei an dieser  Stelle Dank gesagt.

 

Etwa zu diesem Zeitpunkt wurde uns auch klar, dass wir so alleine nicht viel weiter kommen konnten. So beschlossen wir, zusammen mit einigen Freunden, die auch „einen Narren an der Festung gefressen hatten“, ebenfalls einen Verein zu gründen. So fing es im Jahre 1992 an.

1997 meldeten wir auch den Verein offiziell beim Amtsgericht Saargemünd an. So wurden die „Freunde der Wittringer Kasematte“ e.V. geboren! Untätig sind wir in diesen ganzen Jahren aber nicht geblieben. Es wurden Teile  zusammengebaut oder nachgebaut. So wurde das Innenleben der Türme wieder restauriert, die beiden Subti – Motoren wieder zum Laufen gebracht. Als diese erstmals wieder ins Laufen kamen, waren wir ganz stolz!

 

Die Elektrische Leitungen wurden teilweise, der Sicherheit wegen, erneuert. Die Stahlträger an der Decke wurden sandgestrahlt und mit Rostschutzfarbe  gestrichen. Diverse Teile wie die Schießscharten wurden gereinigt, entrostet und wieder gangbar gemacht.

DeckeDeckeScharte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um die Feuchtigkeit aus dem Bunker zu entfernen, mussten wir die Erdmassen (200 m³) die auf dem Bunker lagen, abtragen. Danach haben wir uns den 4 Kuppel angenommen. Diese  wurden durch Sandstrahlen vom Rost befreit.

Dann erhielten sie einen Rostschutzanstrich und einen grünen Schlussanstrich. Nachträglich, haben sich einige „Heinzelmännchen“ in einer  Hexennacht einen Spaß erlaubt, indem sie  den Panzerkuppeln zusätzlich eine „besondere“  Note in Form von farbigen und seltsamen Tarnmuster verliehen. Zu einem späteren Zeitpunkt  haben wir  den Kuppeln ihren originalen und zweckmäßigen Farbton wieder zurückgegeben.

 

 

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